Können gewisse Gene die Wirksamkeit von Medikamenten, die zur Raucherentwöhnung eingesetzt werden, beeinflussen?

Fazit

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Raucher mit bestimmten Genotypen eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, mit Hilfe von Nikotinersatztherapien erfolgreich mit dem Rauchen aufzuhören, als Raucher, die diese spezifischen Genotypen nicht haben. Raucher, deren Körper Nikotin langsamer verarbeitet, könnten ebenfalls mehr von Nikotinersatztherapien profitieren. Es wurden keine Auswirkungen von Genen auf die Wirksamkeit von anderen Medikamenten als Nikotinersatztherapien gefunden.
 

Qualität der Evidenz

Die Qualität der Evidenz war mässig, und die Ergebnisse sollten mit Vorsicht interpretiert werden, da keine der Meta-Analysen mehr als zwei Studien pro Genotyp einschloss. Der Review schloss 18 Studien mit 9017 Teilnehmern ein. Zuletzt aktualisiert im September 2017.
 

Kontext

Mit dem Rauchen aufzuhören reduziert das Risiko eines vorzeitigen Todes drastisch, aber die Zahl der Menschen, die erfolgreich mit dem Rauchen aufhören, bleibt auch mit Hilfe pharmakologischer Behandlungen gering. Neuere Forschungen legen nahe, dass Unterschiede in bestimmten Teilen unserer Gene, die als "Genotypen" bezeichnet werden, uns helfen können, zu bestimmen, welche Untergruppen (basierend auf dem Genotyp) besser auf bestimmte Behandlungen ansprechen. Zum Beispiel können wir die Gene von verschiedenen Personen nach ihrer Fähigkeit, Nikotin zu absorbieren, untersuchen um herauszufinden, welche Personen mit einer Nikotinersatztherapie eher erfolgreich mit dem Rauchen aufhören können.